Fallstudie 2: Qualitative und kontinuierliche Standortplanung

SushiFresh-Übungen und ein Distributionshub für Lateinamerika – Nutzwertanalyse, AHP und Steiner-Weber-Modell

Autor:in

Supply Chain Management – Gruppenarbeit

HinweisSteckbrief
Thema Standortbewertung mit Nutzwertanalyse und AHP, nachfrageoptimaler Standort mit dem Steiner-Weber-Modell
Vorlesungsbezug Block 2 „Strategische Gestaltung von Supply Chains“: Qualitative & kontinuierliche Standortplanung
Teil 1 Klausurvorbereitung: Aufgaben mit Stift und Papier zu einer neuen SushiFresh-Entscheidungssituation (25–30 Min.)
Teil 2 Datenbasierte Fallstudie Luminé Cosmetics: Prognose- und Kostendaten (vorgegeben) und frei verfügbare Länderindikatoren (eigene Recherche)
Gruppengröße 3–6 Personen (Teil 2)
Ergebnis Präsentation (20 Min.) + Diskussion (10 Min.), Foliensatz (PDF) und reproduzierbarer R-/Quarto-Code

1 Lernziele

Nach Bearbeitung der Übungen und der Fallstudie können Sie

  • Standorte mit einer Nutzwertanalyse bewerten und die Schwächen additiver Modelle erklären,
  • Gewichte mit dem Analytic Hierarchy Process (AHP) herleiten und die Konsistenz der Paarvergleiche prüfen,
  • den nachfrageoptimalen Standort mit Center of Gravity und Weiszfeld-Algorithmus bestimmen und
  • quantitative und qualitative Ergebnisse zu einer Standortempfehlung verbinden.

2 Teil 1 – Klausurvorbereitung: Eine zweite Küche im Rhein-Neckar-Gebiet

HinweisHinweise

Bearbeitungszeit ca. 30 Minuten · Hilfsmittel: nicht programmierbarer Taschenrechner · 30 Punkte

SushiFresh expandiert in das Rhein-Neckar-Gebiet und benötigt dort eine zweite Küche. Beliefert werden vier Supermärkte. Zur Vereinfachung liegen alle Orte in einem Koordinatensystem mit der Einheit km:

Markt Mannheim (MA) Ludwigshafen (LU) Heidelberg (HD) Weinheim (WH)
Koordinaten \((x, y)\) (2, 6) (0, 6) (8, 4) (6, 10)
Nachfrage [Boxen/Tag] 200 100 150 50

Zur Wahl stehen drei Grundstücke: K1 Mannheim-Hafen (2, 5), K2 Schwetzingen (4, 3) und K3 Ladenburg (5, 7).

Aufgabe 1 (8 Punkte) – AHP. Die Geschäftsführung vergleicht die Kriterien Transportnähe (T), Miete (M) und Personalverfügbarkeit (P) paarweise:

T M P
T 1 3 5
M 1/3 1 2
P 1/5 1/2 1
  1. Bestimmen Sie die Kriteriengewichte näherungsweise (Spalten normieren, Zeilenmittelwerte bilden).

  2. Prüfen Sie die Konsistenz: Berechnen Sie \(\lambda_{\max}\), den Konsistenzindex \(CI = (\lambda_{\max} - n)/(n - 1)\) und das Konsistenzverhältnis \(CR = CI/RI\) mit \(RI = 0{,}58\).

  1. Spaltensummen: T = 1,533; M = 4,5; P = 8.
T M P Zeilenmittel = Gewicht
T 0,652 0,667 0,625 0,648
M 0,217 0,222 0,250 0,230
P 0,130 0,111 0,125 0,122
  1. \(A \cdot w = (1{,}948;\ 0{,}690;\ 0{,}367)\). Quotienten \((A w)_i / w_i\): 3,007; 3,003; 3,001, also \(\lambda_{\max} \approx 3{,}004\).

\(CI = (3{,}004 - 3)/2 = 0{,}002\) und \(CR = 0{,}002/0{,}58 \approx 0{,}003 < 0{,}1\). Die Urteile sind konsistent.

Bewertung: a) 4 Punkte, b) 4 Punkte.

Aufgabe 2 (6 Punkte) – Nutzwertanalyse. Die Grundstücke wurden auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet:

Kriterium K1 K2 K3
Transportnähe 8 4 6
Miete 3 9 6
Personalverfügbarkeit 5 6 8

Berechnen Sie die Nutzwerte (a) mit den Gewichten aus Aufgabe 1 und (b) mit gleichen Gewichten. Welche Schwäche der Nutzwertanalyse zeigt der Vergleich?

K1 K2 K3
(a) AHP-Gewichte \(0{,}648 \cdot 8 + 0{,}230 \cdot 3 + 0{,}122 \cdot 5 = \mathbf{6{,}48}\) 5,39 6,24
(b) gleiche Gewichte 5,33 6,33 6,67

Mit den AHP-Gewichten gewinnt K1, mit gleichen Gewichten K3, und K2 rückt vom letzten auf den zweiten Platz. Das Ergebnis hängt stark von den Gewichten ab, und schlechte Werte (K1: Miete 3) werden durch gute Werte ausgeglichen (Kompensation).

Bewertung: a) 3 Punkte, b) 2 Punkte, Interpretation 1 Punkt.

Aufgabe 3 (10 Punkte) – Steiner-Weber-Modell (euklidisch).

  1. Bestimmen Sie den nachfragegewichteten Schwerpunkt (Center of Gravity).

  2. Führen Sie ausgehend vom Schwerpunkt eine Iteration des Weiszfeld-Algorithmus durch. In welche Richtung verschiebt sich der Standort, und warum?

  1. Gesamtnachfrage 500 Boxen/Tag.

\(x_S = \dfrac{200 \cdot 2 + 100 \cdot 0 + 150 \cdot 8 + 50 \cdot 6}{500} = \dfrac{1.900}{500} = 3{,}8\), \(\quad y_S = \dfrac{200 \cdot 6 + 100 \cdot 6 + 150 \cdot 4 + 50 \cdot 10}{500} = \dfrac{2.900}{500} = 5{,}8\)

  1. Distanzen vom Schwerpunkt (3,8; 5,8) und Gewichte \(a_j/d_j\):
MA LU HD WH Summe
\(d_j\) [km] 1,811 3,805 4,569 4,741
\(a_j/d_j\) 110,43 26,28 32,83 10,55 180,09

\(x^{(1)} = \dfrac{110{,}43 \cdot 2 + 26{,}28 \cdot 0 + 32{,}83 \cdot 8 + 10{,}55 \cdot 6}{180{,}09} \approx 3{,}04\), \(\quad y^{(1)} = \dfrac{110{,}43 \cdot 6 + 26{,}28 \cdot 6 + 32{,}83 \cdot 4 + 10{,}55 \cdot 10}{180{,}09} \approx 5{,}87\)

Der Standort wandert in Richtung Mannheim: Der Markt mit der höchsten Nachfrage liegt sehr nahe, und Weiszfeld gewichtet nahe Kunden über \(a_j/d_j\) besonders stark. Die gewichtete Distanz sinkt von 1.665 auf 1.563 Box·km.

Bewertung: a) 3 Punkte, b) 6 Punkte Rechnung, 1 Punkt Interpretation.

Aufgabe 4 (6 Punkte) – Manhattan-Distanzen.

  1. Bestimmen Sie den optimalen Standort bei Manhattan-Distanzen mit dem gewichteten Median.

  2. Berechnen Sie die nachfragegewichtete Manhattan-Distanz für K1, K2 und K3. Wie viel Prozent liegt das beste Grundstück über dem Optimum?

  1. Halbe Gesamtnachfrage: 250.
  • \(x\) sortiert: LU 0 (100), MA 2 (kumuliert 300 ≥ 250) → \(x^* = 2\)
  • \(y\) sortiert: HD 4 (150), MA/LU 6 (kumuliert 450 ≥ 250) → \(y^* = 6\)

Das Optimum liegt bei (2, 6), also in Mannheim.

  1. Nachfragegewichtete Manhattan-Distanzen:
MA LU HD WH Summe
K1 (2, 5) 1 · 200 3 · 100 7 · 150 9 · 50 2.000
K2 (4, 3) 5 · 200 7 · 100 5 · 150 9 · 50 2.900
K3 (5, 7) 4 · 200 6 · 100 6 · 150 4 · 50 2.500
Optimum (2, 6) 0 2 · 100 8 · 150 8 · 50 1.800

K1 ist das beste Grundstück und liegt \(2.000/1.800 - 1 \approx 11\,\%\) über dem Optimum.

Bewertung: a) 3 Punkte, b) 3 Punkte.

3 Teil 2 – Fallstudie: Ein Distributionshub für Lateinamerika

3.1 Ausgangslage

Die Luminé Cosmetics GmbH (fiktiv) ist ein mittelständischer Hersteller von Farbkosmetik mit Sitz in Hessen (viele Varianten, kurze Produktlebenszyklen, niedrige Stückpreise). Ins Ausland wird über Distributoren verkauft, die die Ware heute ab Werk in Hessen abholen.

Lateinamerika ist der am schnellsten wachsende Absatzmarkt. Die Distributoren klagen über lange Lieferzeiten (6–10 Wochen), hohe Sicherheitsbestände und landesspezifische Etikettierungspflichten. Die Geschäftsführung prüft daher einen regionalen Distributionshub, der Warenströme aus Europa bündelt, länderspezifisch etikettiert und die Distributoren der Region beliefert.

TippLeitfrage

Sollte Luminé einen regionalen Hub in Lateinamerika errichten, und wenn ja, an welchem Standort?

3.2 Daten

3.2.1 Absatzprognose nach Ländern

Prognose in Mio. Verkaufseinheiten pro Jahr; Koordinaten des wichtigsten Distributionsstandorts.

Code
maerkte <- data.frame(
  land  = c("Mexiko", "Peru", "Chile", "Kolumbien", "Ecuador", "Guatemala",
            "Dominikanische Rep.", "Costa Rica", "Panama", "Bolivien", "Uruguay"),
  stadt = c("Mexiko-Stadt", "Lima", "Santiago", "Bogotá", "Guayaquil",
            "Guatemala-Stadt", "Santo Domingo", "San José", "Panama-Stadt",
            "La Paz", "Montevideo"),
  lat   = c(19.43, -12.05, -33.45,  4.71,  -2.17, 14.63, 18.49,  9.93,  8.98, -16.50, -34.90),
  lon   = c(-99.13, -77.04, -70.67, -74.07, -79.92, -90.51, -69.93, -84.08, -79.52, -68.15, -56.16),
  p2027 = c(8.0, 5.0, 4.5, 4.0, 2.5, 1.0, 0.9, 0.8, 0.7, 0.5, 0.5),
  p2032 = c(30.0, 19.0, 17.0, 16.0, 10.0, 4.0, 3.5, 3.0, 2.5, 2.0, 2.0)
)
knitr::kable(maerkte, digits = 2,
             col.names = c("Land", "Stadt", "Breite", "Länge", "2027", "2032"),
             caption = "Absatzprognose in Mio. Einheiten/Jahr")
Absatzprognose in Mio. Einheiten/Jahr
Land Stadt Breite Länge 2027 2032
Mexiko Mexiko-Stadt 19.43 -99.13 8.0 30.0
Peru Lima -12.05 -77.04 5.0 19.0
Chile Santiago -33.45 -70.67 4.5 17.0
Kolumbien Bogotá 4.71 -74.07 4.0 16.0
Ecuador Guayaquil -2.17 -79.92 2.5 10.0
Guatemala Guatemala-Stadt 14.63 -90.51 1.0 4.0
Dominikanische Rep. Santo Domingo 18.49 -69.93 0.9 3.5
Costa Rica San José 9.93 -84.08 0.8 3.0
Panama Panama-Stadt 8.98 -79.52 0.7 2.5
Bolivien La Paz -16.50 -68.15 0.5 2.0
Uruguay Montevideo -34.90 -56.16 0.5 2.0

3.2.2 Standortalternativen

Fünf Hafenstandorte mit Freihandels- bzw. Sonderwirtschaftszone. Die Kosten sind Richtwerte eines Logistikberaters für einen 3PL-Betrieb.

Code
hubs <- data.frame(
  hub   = c("Colón", "Cartagena", "Puerto Limón/Moín", "Veracruz", "Callao"),
  land  = c("Panama", "Kolumbien", "Costa Rica", "Mexiko", "Peru"),
  lat   = c(9.36, 10.39, 10.00, 19.17, -12.05),
  lon   = c(-79.90, -75.51, -83.03, -96.13, -77.15),
  fix_musd     = c(2.4, 1.9, 1.7, 2.1, 1.8),        # Fixkosten Hub (Mio. USD/Jahr)
  handling_usd = c(0.050, 0.045, 0.048, 0.042, 0.046),  # Handling inkl. Labeling je Einheit
  see_tage     = c(18, 17, 19, 20, 28)              # Seefracht ab Rotterdam/Hamburg (Tage)
)
knitr::kable(hubs, digits = 3,
             col.names = c("Hub", "Land", "Breite", "Länge", "Fixkosten [Mio. USD/a]",
                           "Handling [USD/Einh.]", "Seefracht [Tage]"))
Hub Land Breite Länge Fixkosten [Mio. USD/a] Handling [USD/Einh.] Seefracht [Tage]
Colón Panama 9.36 -79.90 2.4 0.050 18
Cartagena Kolumbien 10.39 -75.51 1.9 0.045 17
Puerto Limón/Moín Costa Rica 10.00 -83.03 1.7 0.048 19
Veracruz Mexiko 19.17 -96.13 2.1 0.042 20
Callao Peru -12.05 -77.15 1.8 0.046 28

Kostenparameter (Richtwerte): Weiterverteilung Hub → Markt (inkl. Zollabwicklung) 0,03 USD je 1.000 Einheiten und km auf Basis der Haversine-Distanz zuzüglich 25 % Umwegfaktor. Die Seefracht Europa → Hub ist für alle Karibikhäfen gleich (Callao +35 %) und kann für den Vergleich der Karibikhäfen vernachlässigt werden.

3.2.3 Aussagen aus Experteninterviews

Grundlage für die AHP-Paarvergleiche (fiktiv):

Leiter Supply Chain: »Ohne klaren Kostenvorteil bekommen wir keinen Hub genehmigt. Aber die Lieferzeit ist für unsere Distributoren fast genauso wichtig – bei Trendfarben verlieren wir sonst die Saison.«

Head of International Sales: »Mexiko, Peru und Chile sind die Wachstumstreiber. Ein Hub, der diese Märkte nicht schnell erreicht, bringt uns wenig.«

Externer 3PL-Berater: »Politische Stabilität ist ein Filter: Wenn ein Land nicht stabil ist, investiert man dort keinen Hub. Unter den stabilen Ländern ist sie dann nicht mehr so entscheidend wie Infrastruktur und Kosten.«

CFO: »Die Hafen- und 3PL-Infrastruktur ist für mich das zweitwichtigste Kriterium nach den Kosten.«

3.2.4 Frei verfügbare Länderindikatoren (eigene Recherche)

Kriterium Mögliche Indikatoren Quelle
Logistische Leistungsfähigkeit Logistics Performance Index (LPI) 2023 Weltbank, https://lpi.worldbank.org
Politische Stabilität Worldwide Governance Indicators: Political Stability and Absence of Violence Weltbank, https://www.worldbank.org/en/publication/worldwide-governance-indicators
Zollabwicklung LPI-Teilscore Customs LPI

3.3 Aufgaben

3.3.1 Teil A – Bewertungsmodell

A1. Legen Sie vier bis fünf Kriterien fest. Bestimmen Sie mindestens ein K.-o.-Kriterium mit Schwellenwert (z. B. »WGI Political Stability > −0,5«), recherchieren Sie die Werte für die fünf Hub-Länder und sortieren Sie Alternativen gegebenenfalls aus.

3.3.2 Teil B – Kriteriengewichtung mit AHP

B1. Leiten Sie aus den Interviews eine Paarvergleichsmatrix der gewichteten Kriterien ab. Berechnen Sie Prioritätsvektor und Konsistenzverhältnis. Passen Sie bei CR ≥ 0,1 die inkonsistentesten Urteile begründet an.

3.3.3 Teil C – Steiner-Weber-Modell

C1. Bestimmen Sie für die Prognose 2032 den Center of Gravity und das Weiszfeld-Optimum (Projektion in km, siehe Startercode). Stellen Sie Märkte, Hub-Kandidaten und Optimum auf einer Karte dar.

C2. Berechnen Sie für jeden Hub-Kandidaten die jährlichen Weiterverteilungskosten und die Summe aus Fix-, Handling- und Weiterverteilungskosten. Wie groß ist der »Preis« der Beschränkung auf reale Hafenstandorte gegenüber dem kontinuierlichen Optimum?

3.3.4 Teil D – Empfehlung und Reflexion

D1. Bewerten Sie die verbleibenden Hubs auf allen Kriterien (Punkte 1–5 aus Indikatoren und Teil C), berechnen Sie den Gesamtscore und formulieren Sie eine Standortempfehlung mit den wesentlichen Risiken.

D2. Reflexion. Beantworten Sie in der Präsentation:

  1. Wie stark hängt Ihr Ergebnis von den subjektiven Paarvergleichen ab?
  2. Was sagt ein Steiner-Weber-Optimum aus, das im Meer oder in den Anden liegt? Wann ist ein kontinuierliches Modell trotzdem nützlich?
  3. Welche Kriterien sollten nicht kompensierbar sein (K.-o.), und warum?

4 Anhang: R-Startercode

Die Funktionen ahp_priority_vector(), ahp_consistency(), center_of_gravity(), weiszfeld() und haversine() stehen in R/scm_functions.R zur Verfügung.

Code
source("../R/scm_functions.R")

# --- AHP: Beispielmatrix (Kriterien K1..K3) – durch eigene Urteile ersetzen
A <- matrix(c(1,   2,   3,
              1/2, 1,   2,
              1/3, 1/2, 1), nrow = 3, byrow = TRUE)
w <- ahp_priority_vector(A)
ahp_consistency(A, w)

# --- Projektion in km (äquidistant, Referenzbreite phi0)
R_erde <- 6371
phi0   <- mean(maerkte$lat) * pi / 180
proj <- function(lat, lon) data.frame(
  x = R_erde * lon * pi / 180 * cos(phi0),
  y = R_erde * lat * pi / 180)

coords <- cbind(proj(maerkte$lat, maerkte$lon), demand = maerkte$p2032)
cog <- center_of_gravity(coords)
ws  <- weiszfeld(coords, max_iter = 500)

# Rückprojektion in Breite/Länge
c(lat = ws$y / R_erde * 180 / pi,
  lon = ws$x / (R_erde * cos(phi0)) * 180 / pi)

# --- Weiterverteilungskosten je Hub (Mio. USD/Jahr)
kosten_wv <- sapply(seq_len(nrow(hubs)), function(h)
  sum(maerkte$p2032 * 1000 * 0.03 / 1e6 * 1.25 *
        haversine(hubs$lat[h], hubs$lon[h], maerkte$lat, maerkte$lon)))
names(kosten_wv) <- hubs$hub
kosten_wv